Beetattoo-Dispenser - Verschwommen im Hintergrund Mann mit Tattoo

Natürliche Tattoopflege aus dem Bienenstock: Wie Imkerei und Hautkunst zusammenfinden

Tätowierungen begleiten Menschen heute oft ein Leben lang – und trotzdem wird der Phase direkt nach dem Stechen häufig erstaunlich wenig Beachtung geschenkt. Aus biologischer Sicht ist ein Tattoo nichts anderes als eine gezielte, kontrollierte Hautverletzung. Genau dieser Moment ist aus Sicht eines Bio-Imkers und Biologen besonders spannend: Wie kann man die natürliche Regeneration der Haut sinnvoll unterstützen – und welche Rolle können Bienenprodukte dabei spielen?

Wie aus Imkerwissen eine Tattoocreme wurde

In der Bio-Imkerei Villiger arbeiten wir seit Jahren mit Honig, Wachs und Propolis – nicht nur als Lebensmittel, sondern auch in Salben und Pflegerezepturen. Die Mellifico! Tattoocreme ist aus dieser Arbeit heraus entstanden: als eigene Entwicklung, die Imkerwissen, wissenschaftlichen Hintergrund und die praktischen Bedürfnisse tätowierter Haut zusammenführt. Auf www.beetattoo.ch stelle ich das Produkt im Detail vor – hier im Bienenblog geht es vor allem um die fachlichen Hintergründe.

Bild aus Tattoo-Studio mit Beetattoo-Creme im Hintergrund

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Was passiert in der Haut nach dem Tätowieren?

Wenn ein Tattoo gestochen wird, dringt die Nadel wiederholt in die Haut ein und bringt Farbpigmente in die Lederhaut. Für den Körper spielt es dabei keine Rolle, ob es sich um Kunst handelt oder nicht: Zuerst reagiert er wie auf eine Verletzung.

Die wichtigsten Abläufe kurz zusammengefasst:

Verletzungsphase

Die Haut wird mechanisch beschädigt. Es kommt zu kleinen Blutungen, die Haut ist gereizt, gerötet und häufig warm.

Entzündungsphase

Der Körper schickt Abwehrzellen in das betroffene Gebiet. Diese sollen mögliche Keime bekämpfen und das Gewebe von Fremdstoffen säubern. Ein gewisser Grad an Entzündung ist normal und notwendig.

Aufbau- und Regenerationsphase

Neue Hautzellen werden gebildet, das Gewebe reorganisiert sich, es bildet sich eine neue schützende Hautschicht. In dieser Zeit entscheidet sich auch, wie klar und gleichmässig das Tattoo später erscheint.

In all diesen Phasen ist die Haut besonders empfindlich. Sie braucht:

  • Schutz vor unerwünschten Keimen,
  • ein ausgewogenes Feuchtigkeitsmilieu (nicht zu trocken, nicht „aufgeweicht“),
  • Unterstützung bei der Regeneration der Hautbarriere.

Genau hier können Bienenprodukte ansetzen.

Bildausschnitt - Tattoo wird eingecremt

Bienenprodukte als natürliche Unterstützung der Wundheilung

Bienenprodukte werden seit Jahrhunderten in der Volksmedizin eingesetzt – und in den letzten Jahrzehnten zunehmend auch wissenschaftlich untersucht. Honig, Propolis und Bienenwachs erfüllen im Bienenvolk ganz unterschiedliche Aufgaben. Spannend ist, dass viele dieser Funktionen sich auf die menschliche Haut übertragen lassen.

Honig – Feuchtigkeit, Wundmilieu und Hautberuhigung

Honig unterstützt die Haut, indem er Feuchtigkeit hält, ein leicht feuchtes Milieu für die Wundheilung schafft und dabei kühlend sowie beruhigend auf gereizte Haut wirken kann. Auf frisch tätowierter Haut kann er so Spannungsgefühle reduzieren, die Regeneration unterstützen und die Haut geschmeidig halten – in einer Tattoocreme vor allem als feuchtigkeitsregulierender, hautfreundlicher Wirkstoff.

Propolis – das Schutzschild im Bienenstock

Propolis ist das von Bienen hergestellte „Kittharz“, mit dem sie Ritzen abdichten und Oberflächen im Stock überziehen – so entsteht trotz hoher Bienendichte ein bemerkenswert keimarmes Milieu. Es wirkt antibakteriell, antimykotisch und entzündungshemmend und kann in der Tattoopflege helfen, die Hautoberfläche zu schützen und die natürliche Abwehr in der frühen Heilungsphase zu unterstützen. 

 

Bienenwachs – natürliche Barriere, die atmen lässt

Bienenwachs bildet auf der Haut einen dünnen Schutzfilm, der den Wasserverlust reduziert, ohne sie komplett abzudichten, sorgt für ein samtiges Hautgefühl und ist dank seines natürlichen Gehalts an Beta-Carotin (Provitamin A) unterstützend für die Erneuerung der Hautzellen. Für frisch tätowierte Haut bedeutet das: Bienenwachs schützt die empfindliche Oberfläche vor mechanischen Reizen und Austrocknung, während die Haut weiter „atmen“ und regenerieren kann.

Mellifico! Tattoocreme – Imkerwissen als Tattoopflege

Aus diesen Überlegungen ist die Mellifico! Tattoocreme entstanden – eine natürliche Aftercare-Creme, die speziell für die Bedürfnisse frisch tätowierter Haut entwickelt wurde. Die Details zum Produkt, zu den Inhaltsstoffen und zur Bestellung findest Du auf der eigenen Seite: www.beetattoo.ch.

Hier im Bienenblog stehen die fachlichen Gedanken hinter der Formulierung im Vordergrund.

Natürliche Zusammensetzung in Bio-Qualität

Die Mellifico! Tattoocreme basiert auf einer klaren Formel mit wenigen, gezielt ausgewählten Inhaltsstoffen:

  • Honig
  • Propolis
  • Bienenwachs
  • Bio-Sonnenblumenöl
  • Bio-Mandelöl
  • Vitamin EE
  • Bio-Lävulinsäure (ein aus natürlichen Quellen gewonnener Bestandteil, der die Formulierung stabilisiert und zur mikrobiellen Sicherheit beiträgt)

Wichtige Eckpunkte:

  • 100% natürliche Inhaltsstoffe
  • Zertifizierte Bio-Qualität (NaTrue)
  • Ohne synthetische Duftstoffe
  • Ohne Mineralöle und ohne klassische Konservierungsstoffe

Die pflanzlichen Öle (Sonnenblume, Mandel) ergänzen die Bienenprodukte: Sie versorgen die Haut mit Lipiden, unterstützen die Barrierefunktion und sorgen dafür, dass sich die Creme gut verteilen lässt.

Warum diese Kombination für Tattoos sinnvoll ist

Setzt man die oben beschriebenen Eigenschaften in Beziehung zu den Anforderungen frisch tätowierter Haut, ergibt sich ein stimmiges Bild:

  • Honig unterstützt das Feuchtigkeitsmanagement und kann das Spannungsgefühl der Haut reduzieren.
  • Propolis trägt dazu bei, die Hautoberfläche zu schützen und die natürliche Abwehr der Haut zu unterstützen.
  • Bienenwachs stabilisiert die Hautbarriere, reduziert den Feuchtigkeitsverlust und schützt vor mechanischen Reizen.
  • Pflanzenöle machen die Haut geschmeidig, ohne einen luftdichten Film zu erzeugen.
  • Vitamin EE wirkt als Antioxidans und schützt die wertvollen Lipide in der Formulierung und auf der Haut.

Ziel ist nicht, medizinische Wunder zu versprechen, sondern die Haut in ihrer ganz normalen, physiologischen Regeneration zu begleiten – und zwar mit Inhaltsstoffen, deren Herkunft und Funktion nachvollziehbar sind.
Verpackung, Hygiene und Nachhaltigkeit

Gerade im Tattoobereich spielt Hygiene eine zentrale Rolle. Deshalb ist die Mellifico! Tattoocreme nicht in einem offenen Tiegel, sondern in einem hygienischen Dispenser verpackt:

  • Die Creme wird durch Druck nach vorne gefördert, ohne dass Luft und Finger wieder in die Packung zurückgelangen.
  • Dadurch wird die mikrobielle Belastung minimiert, und man benötigt keine klassischen Konservierungsstoffe.
  • Die Dosierung ist einfach und reproduzierbar – wichtig, wenn man ein frisches Tattoo nicht „ersticken“, aber auch nicht austrocknen lassen möchte.

Auch das Thema Nachhaltigkeit war ein wichtiger Punkt:

  • Die Verpackung besteht aus recyceltem Kunststoff.
  • Etiketten und Druck werden regional gefertigt, um Transportwege möglichst kurz zu halten.

So verbindet die Creme den Anspruch an Hygiene und Produktsicherheit mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.

Bei einem Mann wird die Schulter tätowiert

Für wen ist die Mellifico! Tattoocreme geeignet – und wann nicht?

Geeignet für Menschen:

mit frisch gestochenen Tattoos, die eine natürliche, parfumfreie Pflegeroutine bevorzugen.

Personen, die Wert auf Bio-Qualität und eine überschaubare, nachvollziehbare Zutatenliste legen.

Tätowierte Haut, die zu Trockenheit, Spannungsgefühl und leichter Reizung neigt, aber keine medizinisch abklärungsbedürftigen Komplikationen zeigt.

Hinweise und Grenzen

So hilfreich eine gute Pflege sein kann – sie ersetzt keine medizinische Beurteilung:

  • Bei starken Schmerzen, ausgeprägter Rötung, Schwellung oder Verdacht auf Infektion sollte immer eine medizinische Fachperson konsultiert werden.
  • Menschen mit einer bekannten Allergie auf Bienenprodukte (insbesondere Propolis) sollten die Creme nicht verwenden.
  • Bei Neigung zu starken allergischen Reaktionen ist ein vorsichtiger Test auf einer kleinen Hautstelle (Patch-Test) sinnvoll.

Die Mellifico! Tattoocreme ist ein Pflegeprodukt, keine Arznei. Sie begleitet die natürliche Regeneration der Haut, ersetzt aber keine professionelle Wundversorgung oder ärztliche Therapie.

Imker hält Wabenrahmen in den Händen

Fazit: Wenn Bienenprodukte auch unter der Hautoberfläche eine Rolle spielen

Beim Tätowieren startet der Körper ein natürliches Reparaturprogramm – die Haut braucht Schutz, Feuchtigkeit und Unterstützung bei der Regeneration. Bienenprodukte bringen dafür einiges mit: Honig fördert ein ausgewogenes Feuchtigkeitsmilieu und beruhigt, Propolis wirkt als natürliches „Schutzschild“ gegen unerwünschte Keime, und Bienenwachs stabilisiert die Hautbarriere, ohne sie abzudichten.

Die Mellifico! Tattoocreme kombiniert diese Stoffe aus dem Bienenstock mit pflanzlichen Ölen, Vitamin E und einer hygienischen Verpackung – für alle, die ihre Tattoos mit denselben Qualitätsansprüchen pflegen möchten, mit denen sie auch ihre Lebensmittel und Kosmetik auswählen.

Mehr zur Creme, ihren Inhaltsstoffen, zur Anwendung oder zur Bestellung gibt es auf der Produktseite www.beetattoo.ch oder direkt bei der Bio-Imkerei Villiger. So bleibt die Wertschöpfung rund um dieses Eigenprodukt komplett in der Imkerei – von den Bienen über die Entwicklung bis hin zur Beratung.

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